Ohhhh! Tannenbaum!

November 29, 2009 von felisworld

Ich war heute kurz auf ein Käffchen in Köln, weil mir in Siegen irgendwie die Decke auf den Kopf fiel. Und da waren viele, viele Menschen unterwegs, viele, viele Läden dekoriert und das alles bei spätherbstlichen Temperaturen.
Dieses Jahr bin ich aus völlig unbekannten Gründen irgendwie in weihnachtlicherer Stimmung als sonst.

Darum für euch, die Top 5 der Weihnachtsbäume, die ich heute in Köln gesehen habe:

Platz 5: Schiffgen

 

Platz 4: le petit bateau

 

Platz 3: Habitat

 

Platz 2: irgendein Büdchen

 

Platz 1: United Colors of Benetton

Platz 1: United Colors of Benetton

 

Mit Zimt und Zucker

November 28, 2009 von felisworld

Es ist über ein Jahr her, als ich mir das letzte mal Milch gekauft habe. Denn damals gewöhnte ich mir Milch im Kaffee ab.

Cornflakes, nämlich CiniMinis, kaufe ich, wenn überhaupt immer nur, wenn ich Weihnachten in den USA rumtingel, doch letztes Jahr in Savannah habe ich darauf verzichtet.

Denn sind wir mal ehrlich: Cornflakes sind genau so Dekorationsessen wie ein kleiner Salat. Es schmeckt, aber es ist einfach kein richtiges Essen, das einen lange satt hält.

Aber gestern kam ich an dem Regal nicht vorbei und griff zu. Und schon gestern Abend gab es ein Late-Night-Häppchen.
Heute morgen stand ich barfuß auf dem kalten Boden, war viel zu müde (7.30h, weil Uni) und schaute in meinen Schrank. Ich hielt einen Moment lang inne, griff dann zu meinen Cornflakes, holte die Milch und stellte mich wieder vor den Kleiderschrank. Ich aß ein einhalb Schüsseln während ich dort rumlungerte und versuchte zu entscheiden, was denn heute meinen Körper schmücken soll.
Ich schaute in meine Schüssel, lecker lecker, Zimt und Zucker. Ich freute mich, meine Gedanken schweiften ab und ich sah mich wieder in Wal-Mart und Target, wo ich dieses Zeug sonst kaufe. Ich lächelte. Ich freute mich einfach. Die Kälte kletterte nicht mehr an meiner Schlafanzughose hoch, die Dunkelheit von draußen störte nicht weiter und in meinem Kopf sang wieder der Coca-Cola-Weihnachtssong. Wie ein kleines Mädchen wippte ich auf meinen Füßen hin und her, nach vor und nach hinten, und konnte schon fast das Leuchten in meinen Augen fühlen.
Nach einem kurzen Blick auf die Uhr stellte die leere Schüssel zur Seite, denn jetzt musste es wieder schnell gehen, in 10 Minuten kam mein Bus.

Die Füße hörten auf zu wippen, auf hohen Stuhen ist das kniffelig, das Gesicht wurde mit Farbe bemalt, Laptop in die Tasche, Handy, Schlüssel, Geld, ein letzter Blick in den Spiegel: welcome back to life.

Mit Zimt und Zucker, kein Problem!

Flieger und Kuschelbären

November 27, 2009 von felisworld

Ich bin echt keine „Grüne Fee“. Ich liebe Autofahren, schreibe nicht auf braunem Öko-Papier und spende nichts an GreenPeace.
(Bin ich ein schlechter Mensch?)

Und tatsächlich, so ein Clip macht mich kurz ein bisschen nachdenklich.

Ähnlich interessant wie dieser Kino Spot ist übrigens eine der Forderungen von „Plane Stupid“ (btw: Plane Stupid is a network of grassroots groups that take non violent direct action against aviation expansion): Stop aviation advertising

Is klar.

Ja, das mit den Flugzeugen ist blöd und nicht gut, aber da sollte man doch lieber in Forschung investieren als Flüge zu streichen. Und wieso soll man da Werbung verbieten?!

Kuschenbären hin oder her: Planes are not stupid.
And yes, taking off still turns me on.

Holidays are coming, holidays are coming…

November 26, 2009 von felisworld

Keine Frage, Weihnachten ist klasse. Konsumgeilheit vom Feinsten und das völlig gerechtfertigt!
Weihnachten: Endlich ein Fest, an dem man die ganze Familie mal wieder an einen Tisch kriegt, alle beisammen hat und sich nicht nur trifft, um sich zu verabschieden.

Oder auch nicht.

Wer mich kennt weiß, dass ich regelmäßig für die Feiertage das Land verlasse. Für gewöhnlich haue ich ab in die USA oder wenigstens nach Österreich, obwohl ich Wintersport garnicht mag.

Jedenfalls, muss man bei allem, was Weihnachten sein sollte und für mich leider nicht ist, auch an die schönen Seiten denken.

Weihnachten — Glitzer Glitzer!

Zu Weihnachten dekoriert der Kaufhof in Düsseldorf immer seine Fenster mit einer sensationellen Stofftierwunderwelt. Ehrlich, für kleine Kinder (und für mich) immer wieder schön anzusehen.

Weihnachten heißt außerdem Weihnachtsmarkt. Ja klar, ich kaufe keine kleinen Lederläppchen, sondern Glühwein! Wunderbar! Statt kaltem Bier, heißer Wein!

Aber was ich an Weihnachten, neben panischen Menschenmengen, die sich an den Vorweihnachtssamstagen durch Düsseldorf quetschen und pressen, auch noch absolut mag, sind die Coca-Cola Kampagnen.

Erschreckend aber wahr, ein Softdrink, den ich sonst nur in Verbindung mit Bacardi oder billigen Whiskey in mich reinschütte, wenn ich die 2,9 Promillegrenze weit hinter mir gelassen habe, verschönert nicht nur den Werbeblock, sondern auch meinen Tag.

 

Weihnachten wie es sein muss: ohne Strafzettel, eine glückliche Familie und Freigetränke! Danke!

Ganz nett übrigens zur Zeit Coke.de, wo man wie oben angesprochen sein Haus via GoogleMaps finden kann und es mit ein paar Kleinigkeiten schmücken kann. Ich habs mal mit dem Parkplatz des Bahnhofs hier versucht, ob es was wird, wird sich nach der Prüfung des Softdrink Giganten zeigen. Verlinken kann man den ganzen Quatsch natürlich sofort wieder mit Twitter, Facebook & Co.
Und weil Weihnachten ist, spendet Coca-Cola für jede veröffentliche Deko-Idee 1 Euro an die BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“ bis 250.000 Euro zusammen sind.

Ja, Coca-Cola zeigt es uns mal wieder: Es ist Weihnachten.

Hol das Stöckchen…

November 24, 2009 von felisworld

Was für eine schöne Überraschung! @Cinema_Noir warf mir das Stöckchen rüber und so tu ich gerne das, worum ich gebeten wurde.

Seit wann bloggst du?

Im Oktober 2008 hat das Drama angefangen.

Warum bloggst du?

Ja, das fragen sich einige und ich mich selbst manchmal auch. Fangen wir mal ganz vorne an: Ein gewisser Thomas Knüwer ist hauptsächlich daran schuld. Es begann mit einem englischen Facebook Post, den er per Zufall laß und irgendwie gut fand. Daraufhin habe ich ihn für Knüwer’s GoToRio-Blog übersetzt. Thomas stichelte weiter an mir rum und gab erst Ruhe, als er den Link zu diesem Blog bekam.
Seitdem kommt hier das gesammelte Kopfkino von Frau_Feli zum Vorschein. Allgemeines, persönliches, schönes, schreckliches. Wichtiges, unwichtiges. Und unter der Kategorie „Nur so eine Geschichte“ völlig frei erfundenes.
Achja, warum? Weil es raus muss aus dem Kopf und ich ein unheimliches Mitteilungsbedürfnis habe.

Warum lesen deine Leser deinen Blog?

Weil sie entweder nicht alle Tassen im Schrank haben, nicht arbeiten wollen oder sich in diesem Internet verlaufen haben.

Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf deine Seite kam?

„Tunnelblick bei Besoffenen“

Welcher deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?

Meine Kreditkartentheorie und
Fotografische Wirklichkeit.
Ach Kinder, in beiden steckt doch so viel Wahrheit.
Momente mal ist so schön anzusehen ist.

Dein aktueller Lieblingsblog?

Stilsucht.
Ja, zur Zeit stürze ich mich jeden Tag auf diese Seite, weil es da immer so unheimlich schön Dinge gibt, die mir den grauen Siegen-Alltag verschönern.

Welchen Blog hast du zuletzt gelesen?

Ich weiß es gerade nicht. Sorry.

Wie viele Feeds hast du gerade im Moment abonniert?

ca. 30.

An welche Fünf Blogs wirfst du das Stöckchen weiter, und warum?

Ein Stöckchen an Public Correlations, weil wir irgendwie nie über so etwas gesprochen haben.

PARACUDA, weil ich wissen will, ob er es tut.

Wurstblog, weil es alles andere als Käse ist.

Mit einem Stöckchen piekse ich Cinema_Noir in die Seite und werfe ihn danach Germanpsycho gegen den Kopf. Und ein Stöckchen behalte ich für später mal!

Fingerfertigkeit

November 21, 2009 von felisworld

Es gibt Dinge, die Eltern einfach besser wissen. Klingt komisch, ist aber so. Dass man so etwas erst viel später feststellt, liegt wohl in der Natur der Sache. Jetzt jedenfalls, bin ich froh, dass ich früher gezwungen wurde, einmal die Woche länger in der Schule zu bleiben.

Meine Eltern waren der Meinung, ich solle so einen „10-Finger-Schreib“-Kurs machen. „Das brauchst du später“, sagten sie. Die Lehrerin war blöd, ich kam viel später nach Hause und sowieso war alles bah. Trotzdem ließen meine Eltern nicht locker und drängten — ‘zwangen’ passt hier wohl besser — mich, weiter dahin zu gehen.

Als ich dann Jahre später im Büro anfing, musste ich feststellen, dass das der Standard ist. Würde ich es nicht können, würde es negativ auffallen. Für mich wurde es normal, alle konnten ist, es wurde nicht weiter erwähnt.

Jetzt in der Uni sieht die Sache wieder anders aus. Viele sitzen hier mit absoluten alles-könnenden-Geräte, beherrschen aber das 10-Finger-System nicht und können darum nicht bei Vorlesungen mitschreiben. „Kannst du das?“, fragte mich gestern jemand und starrte auf meine Finger. Verwundert schaute ich sie an, versuchte es aber nicht zu zeigen. Sie war fasziniert. „Das braucht man später, oder?“, hängte sie an. „Es ist wohl nicht von Nachteil“, antwortete ich.

‘Nicht von Nachteil’ ist wohl etwas wage formuliert, es ist von Vorteil stimmt, es wird fast vorausgesetzt ist vielleicht die Wahrheit.
Und ich wünschte, meine Eltern wären genau so hartnäckig geblieben, als ich ihnen sagte, dass ich das Klavierspielen an den Nagel hänge.

www.how I met your mother…

November 18, 2009 von felisworld

Source: HIMYM Facebook Fan Page

Well, as well all know, „Social Media“ is getting more and important and everybody should do it.

And as we all know, a lot of people and companies do it though they don’t know how to.

Sure every show has a Faceboook Fan Page, where you’ll find short preview of the next episode or backstage stuff, but this really got me:

Since I started University, I’m watching the show “How I met your mother”. And I have to say, it is better than “Scrubs”, “Dr. House” or anything, I’ve ever watched before.

We will not go through the story, all the characters and everything, but every girl has to admit, as much as he is an asshole, you’d fall for the character Barney! And so would I… (which is not surprising, since we all know I go for suits, assholes and Americans)

Anyways, the awesome, legan –wait for it– dary Barney sometimes mentions his blog. And there it is: The Barney Stinson Blog. Sure thing, you’ll find the latest updates on their Facebook Fan Page. And of course, with his iPhone in his hand, he is now twittering as well.

The blog looks a bit shitty, but read a few lines through it, and you’ll get what you were looking for.

All in all: Great show and also great community. Surfing through the page, you’ll find photos, video specials and everything, but also a Desktop App and Polls on how e.g. the Barney and Robin story should end, …

Awesome!

PS: Also, just in case not knowing, you’ll find all the sites mentioned on the show online. Just as Ted Mosby is a jerk.

Hamburgweh

November 16, 2009 von felisworld

Wir kennen das Drama ja langsam: Als ich nach Hamburg zog, wollte ich nach Düsseldorf, als ich in Düsseldorf war, wollte ich nach New York, als ich in New York war, wollte ich da bleiben.  Jedenfalls ist ja immer irgendwas.

Und irgendwas war auch dieses Wochenende in Hamburg. Auch wenn die Fahrt eher suboptimal durch eigenes Verschulden verlief und ich es sehr bedauerte, nicht mehr im alten Büro aufzuschlagen, stimmte mich die Tatsache in Hamburg zu sein so fröhlich, dass der Ärger wie im Nichts verflog.

Kiez war die Ansage und die Ansage war gut.

LandungsbrückenUnd eigentlich wollte ich Samstag ganz viel machen, aber irgendwie ging das nicht und rumlungern war die bessere Alternative. Erst am späten Nachmittag schaffte ich es kurz auf die Schanze. Doch als ich später an der Elbe langfuhr und die Sonne langsam unterging, merkte ich, was los war: Es war einfach alles wunderbar. Genau so war auch später die Party, bei der ich alte Kollegen traf und wunderbar ist es auch, dass ich noch eine Zahnbürste in Hamburg habe.

Sonntag blieb leider nicht mal Zeit für Herr Max, die Sofabar und Käffchen. Dafür blieb etwas anderes: Die Frage nach dem „Warum“?

Warum bin ich auf der Autobahn und was mache ich hier eigentlich? Mehr als sowieso stelle ich den Siegen-Plan in Frage, denn obwohl das Studium „Medienwissenschaften“ tatsächlich super ist, ist das studieren an sich nervig.

All die Zeit, die an mir vorbeizieht, dieses projektlose Treiben, wo bleibt die Aufgabe, der Lösungsweg und die Kritik an dem, was ich den ganzen Tag mache? Wo bleibt der Spaß und dann der Ernst, wenn nichts passiert? Wo sind ein paar Anmerkungen über wie es geht und wie es nicht geht?

Das Studium ist die schönste Zeit in deinem Leben?Hamburg

Siegen an sich ist mir so egal, dass ich nichts dazu sage, das Fach ist so interessant, dass ich den Standort nicht wechseln würde und die Gesamtsituation lässt sich jetzt gerade mal so beschreiben: Nicht nur Hamburg, sondern die Zeit, die Arbeit, das Team und die Freunde, die ich dort hatte, fehlen mir. Denn sie machten diese Stadt zu mehr als einer Perle — Hamburg war Gold wert. Mit allen ups und downs die beste Zeit, die ich soweit hatte.

Der Gedanke „Studium schmeißen und um einen Job betteln“ kam und ging, bleibt und wird verworfen. Nein nein, Feli, sowas machen wir jetzt nicht, du musst noch so viel lernen.

Ich hoffe einfach, dass dieses Gefühl und nicht das Studium an sich nur eine Phase ist. Und dass ich irgendwann schreibe, wie toll das Studentenleben war und wie ich es mir zurückwünsche.

Bis dahin werde ich nicht mehr traurig sein, dass ich nicht im Hamburg bin, sondern mich an den vielen schönen Erinnerungen erfreuen, die ich habe. Und so oft wie möglich zurückkommen, nach Hamburg.

Tippel Tippel 0.8

November 10, 2009 von felisworld

Was macht man eigentlich den ganzen Tag in diesem Internet?

Nun, es ist nicht nur Socialising und ein bisschen Informationensammlung. Im Internet wird auch eins häufig getan: Eingekauft. Reisen werden online gebucht, Bücher und Musik ausgesucht, iPods mit persönlicher Widmung geordert und Pizza bestellt.

Ja, es gibt vieles, was ich im Internet schneller und einfacher erledigen kann und was mir einen Gang durch das nasse Wetter in ein Geschäft spart.

Doch eins kann ich im Internet nicht: Schuhe kaufen.

Natürlich ist die Auswahl unbegrenzt, natürlich haben sie auch alle Größen, Farben und Formen. „Gibt’s nicht“ gibt’s nicht. Und gerade die Seite von Goertz schafft es schon beim Laden mich temporär glücklich zu stimmen.

tippel tippel 0.8Aber wo ist der Moment, in dem ich mit meiner Freundin am Schaufenster stehe, wir unseren Coffee-to-go in der Hand halten und diskutieren, ob dieser oder jener Schuh wohl auch zu einem Rock passen?
Wo ist der Moment, in dem mir die Verkäuferin drei verschiedene Paare bringt, ich meinen Mantel ausziehen, meine Freundin einen Blick auf unsere Taschen wirft und Sätze wie „Naja, für die Uni brauchst du sie nicht, aber falls wir mal wieder auf einen Ball gehen, bist du ausgestattet!“ fallen?
Wo ist der Moment, in dem man seinen Namen nennt und die Schuhe noch mal 2 Stunden zurücklegen lässt?

mitnehmen!Und wo ist die Tüte, die ich fröhlich in der Hand durch die Stadt spazieren trage?

Das Internet kann so viel, aber es kann dieses Gefühl nicht vermitteln. Und natürlich ist der 24/7 Online-Store praktisch, aber darum es ja eben nicht.

Ganz viele Leute, die ich kenne, kaufen auch ihre Kleidung online. Es wird über Kreditkarte gezogen, nach Hause geliefert und kann ohne Probleme kostenfrei zurückgesendet werden.

Ja. Ja, das ginge wohl. Fällt für mich aber leider aus. Keine Verkäufer, die mich bequatschen wollen, damit ich ihre Sachen kaufe und sie noch kurz ihr Kürzel draufkleben können, um ihre Provision zu sichern. Kein Geschäft, keine Musik, keine Atmosphäre, die dafür sorgt, dass aus einem „WANT“ ein „NEED“ wird.

Ich würde wohl online nach einem Teil suchen, wenn ich es im Laden nicht mehr fände. Aber bis dahin bleibe ich 0.8, packe das Handy weg und reiche meiner Freundin meinen Kaffee, damit ich irgendwas anprobieren kann.

Und für die Männer, die das nicht nachvollziehen können, habe ich vollstes Verständnis. Aber es geht hier nicht um „Schuhe“ und  „kaufen“, es geht eben um „Schuhe kaufen“.

Impulsiv-Anrufe

November 8, 2009 von felisworld

Wenn Sachen passieren, zu denen mir die Worte fehlen, muss ich reden. In meinem Kopf drehen sich Fragezeichen und ich beziehe die Leute in meiner Umgebung erstmal nicht weiter in meine gedankliche Chaostheorie ein. Stattdesssen stimme ich mich erstmal kurz mit mir selbst intern ab, was dann ungefähr so aussieht:

„Feli, bist du da?“
– „Ja.“
„Was ist passiert?“
– „Weißt du doch.“
„Hast du dich im Griff?“
– „Weißt du doch auch.“
„Willst du mit jmd hier reden?“
– „Nö. Du vielleicht?! Tz.“

Tasche, Handy, grüner Hörer. Manchmal schaffe ich es auch erst ein paar Stunden nachzudenken und dann anzurufen, wenn ich nur eine Meinung dazu hören will.

Jedenfalls kriegt mein Lieblingstelefonjoker, insgesamt habe ich so 3 oder 4 davon, dann eine 2 Sätze lange Einführung in die Problematik und sagt dann mit einer wirklich einzigartigen Betonung „Nnnnäh!“. Sie zieht das „n“ so unheimlich, es ist einmalig!

Und dann gibts die ganze Geschichte. Babbel, babbel, babbel… „Kannst du dir das vorstellen?!“, „Ey, Vollidiot!“, „Ja, da kannste nichts machen… Die Welt hat einen an der Waffel. Ganz schlimm, ganz, ganz schrecklich.“

Für mich sind diese Impulsiv-Anrufe eine gute Sache, weil man jemanden, der das Gesamtkonzept (in diesem Fall: „Feli“) kennt, aber in viele Ereignisse nicht integriert ist, zur Seite hat.  So eine Art „Allwissender Erzähler“.

Und dann geht es. Einatmen, ausatmen. Es war im Kopf, jetzt ist es durch die Lippen, jetzt ist es raus. So schnell wie es kam, ist es dann auch wieder weg.

Habe ich ein Telefon, werde ich nicht impulsiv. Habe ich ein Telefon, schildere ich nur eine impulsive Situation. (Ich an sich bin nicht impulsiv, sagt sie.)

„Alles klar, bis später“. Roter Hörer, Handtasche. Lächeln auf und es ist nicht mehr der Rede wert.

Danke fürs Gespräch!