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September 25, 2009 von felisworld

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Die Schublade

September 23, 2009 von felisworld

Es gibt viele Schubladen: die Süßigkeitenschublade, die Puppenschublade und diverse Schubladen, in die man Leute stecken kann. Aber es gibt eine ganz besondere Schublade: „Die Schublade“ beim neuen Freund. 

Nach dieser Schublade fragt man nicht – dann ist alles vorbei – man bekommt sie angeboten oder nicht. Es ist einer der unzähligen Schritte zwischen „den Freunden vorstellen“ und dem ersten gemeinsamen Urlaub. 

„Die Schublade“ ist eigentlich nicht unbedingt real, manchmal ist sie vielleicht nur ein Begriff, der übersetzt heißt: lass deine Sachen ruhig hier. Und manchmal braucht man keine Schublade und die Schlafsachen bleiben einfach im Bett liegen.

Es hat nichts mit einziehen zu tun oder mit Reviermarkierung. Nein, „die Schublade“ ist nicht wie ein Wohnungsschlüssel. Im Prinzip geht es um fast nur unwichtiges Zeug, um Pillepalle, wie ein Paar Socken und eine Zahnbürste. 

Doch dafür, dass es nur um Pillepalle geht, hat „die Schublade“ einen hohen Stellenwert.
Denn sie sagt genau eins aus: Komm’ wieder. 

Genau so, wie plötzliches wieder mitnehmen von Sachen auch etwas sagen kann: Ich gehe.

Aber ohne „die Schublade“ fehlt was. Und das nicht nur, weil man ständig irgendwas zu Hause vergisst.

In Gedanken

September 21, 2009 von felisworld

In Gedanken stehe ich auf und gehe ins Büro, wo du schon bist. Wo du schon arbeitest, als ich dir auch eben einen Kaffee auf den Tisch stelle und du mich lieblich küsst. Weil noch kein anderer da ist. Weil es sonst auch keiner weiß. Weil wir auch heute Mittag nicht zusammen essen gehen werden und heute Abend nicht zusammen das Büro verlassen können. 

In Gedanken öffnest du mir die Wohnungstür. Wir gammeln auf dem neuen großen Sofa rum, bestellen Pizza und schauen noch eine DVD. In Gedanken gehen wir am nächsten Morgen getrennt ins Büro. Weil es keiner weiß.

„Erde an Person, die vor mir steht!“, du winkst vor mir mit den Händen. „Huhu? Jemand zu Hause?“

„Ja, sorry, ich war nur gerade… sorry… ähm… in Gedanken.“

„Du sollst nicht denken, sondern arbeiten. Wie weit sind die Unterlagen?“

„Fast fertig.“

„Gut. Achja, was ist denn bei Frauen gerade so angesagt? Meine Freundin hat nächste Woche Geburtstag…“

„Ich denk’ drüber nach.“

„Danke. Schönen Abend. Und mach nicht so lange.“

Ja, das sind Gedanken. Von denen keiner etwas weiß. Nicht mal du.

 

(Nachdem ich jetzt mehrfach angesprochen wurde, wer’s denn ist: ES IST NUR EINE GESCHICHTE! Siehe Kategorie! Trotzdem danke fürs Interesse!)

Klimawandel im Supermarkt?

September 18, 2009 von felisworld

Gestern war ich mal wieder im Supermarkt. Um nutzloses Zeug zu kaufen und mir die Zeit zu vertreiben. 

Jedenfalls fand ich dort folgende Items und frage mich ernsthaft, was da los ist, in der Supermarkt-Branche.

WeihnachtsgebäckWeihnachtsgebäck.

1. nicht Diät 

2. es ist Mitte September! 

 

 

 

 

 

bunte Ostereier

bunte Ostereier

es ist Mitte September! 

 

 

 

 

 

 

Spiegeleisterne

Spiegeleisterne?

Quasi eine Mischung aus den Ostereiern und Sternform?

Ihr kommt mit Mitte September einfach nicht klar, oder? 

 

 

 

 

 

Nee, verstehen kann ich das nicht…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tybee-Back

September 18, 2009 von felisworld

It is right there....

It’s just a feeling today, that I shouldn’t be here. Not exactly shouldn’t be here, but maybe rather be somewhere else. After work, of course. It started last night, when I remembered my Christmas trip to people I didn’t even know. Last time, Christmas-trouble took me to Savannah, Georgia and to Tybee Island (for more, find the trip diary here). And it was amazing. It was a place where I wouldn’t mind staying for a longer period of time at all. I loved it, I still do. And I wish I could be there. Today. To see the people, the beach, the life. To be back. Back in the States. Back to speak a language I rather speak than German.

Back in Georgia.

To not have to think about leaving Hamburg, starting in freaking Siegen, to not worry about screwing up, to just be.

Welcome to the Beach

And to take nothing but pictures and to leave nothing but footprints!

But it’s not vacation, it’s everyday life. So off, so well.
Let’s go. Go on!

Back.

anziehend

September 17, 2009 von felisworld

Männer in Anzug sind das Schönste. Ehrlich. 

Anzug –– anziehend –– ausziehen, irgendwie gehört das doch zusammen. 

Das hat sich schon mit 16 gezeigt, als mein 2 Jahre älterer Freund samstags immer auf der Kö arbeitete und sich dafür in seine wirklich schönen Hugo Boss Anzüge schmiss. Den jungen Mann würde ich an dieser Stelle auch gerne grüßen. Nur damit du es weißt: Die Anzüge, in denen ich dich die letzten 6 Jahre (nach meiner Zeit) sah, lenkten jedes Mal von den Gesprächen über deine neuen Freundinnen ab…

Das letzte halbe Jahr wurde ich vorsichtig in die Welt der Maßhemden und -anzüge geführt, was mit einem Besuch bei Tom Reimer begann. Es war lustig, irgendwie wie ein Ausflug in eine Welt, in der es keine halben Sachen gab. Es gab kein „was nicht passt, wird pass…“, nein, es wird von vorne herein passend gemacht. Länge, Knöpfe, Material und alles so wie Mann es sich wünscht. Damit auf jeden Fall alles zusammenpasst und vernünftig am Besitzer sitzt. 

Vor ein paar Tagen kam ich in den Konfi und meine Herren, was für ein Bild: Kein Anzug, aber trotzdem ein durch und durch hübsches Kerlchen. Schuhe wunderschön, Jeans wie angegossen, tolle Haut, tolle Haare und Eterna-Hemd. Ein Eterna-Hemd, das irgendwie nicht richtig saß, am Rücken, ganz blöd. Ja, es war ein interessanter Termin, und es änderte auch nichts an seiner tollen Stimme, aber Mensch, das Hemd, das hätte nicht sein müssen.

Als ich gestern morgen auf dem Weg zum Büro war, waren wieder jede Menge Anzugtypen um mich herum. Sie waren nicht spektakulär, weil sie irgendwie so durchschnittlich aussahen. Doch da war plötzlich einer: heller Anzug, völlig unpassende Krawatte, Hose zu lang und hin- und herlaufen mit Kippchen. Spektatulär unterdurchschnittlich. MACHT DAS NICHT!

Und so stellt sich heraus, dass es doch nicht nur der Anzug ist, der uns Frauen anzieht, sondern der Mensch, den wir darunter vermuten – oder eben nicht.

Ohne Dich ist alles…

September 15, 2009 von felisworld

Es gibt ja wirklich Menschen, die sich solche Tassen, Kissen, Mousepads, Handtücher oder Umhängetaschen kaufen und schenken und sich darüber freuen. Paradebeispiel für „Wie man mit Scheiße Geld macht“. 

Während es für mich der Moment wäre, meine Schuhe zu suchen und fluchtartig das Gehege zu verlassen, finden andere „Ohne Dich ist alles doof!“-Zeug super. Ich hoffte, dass es nur 13 jährige sind, die sich in ihrem Lieblingslädchen von der Diddl-Ecke verabschieden und jetzt ehrliche Gefühle zeigen lernen wollen und sich mit so etwas ausstatten. Doch mich traf der Schlag, als ich neulich diesen Aufdruck auf der Tasse einer Bekannten gesehen habe, die über 30 ist.

ohne dich ist alles doof

Quelle:http://www.puzzle.de/out/oxbaseshop/html/0/dyn_images/1/r_15321_p1.jpg

Schock

schwere

Not.

Eis-

kaltes

Kotzen.

Fremdschämen hat eine neue Dimension erreicht. 

 

Jedenfalls, und das nicht (ehrlich nicht) in eigener Sache oder aus aktuellem Anlass (nein, ich eröffne hier nicht den Rosenkrieg 2.0), finde ich, dass es dazu auch eine Sonderedition geben sollte, so etwas wie „Ohne Dich ist alles besser“.

Alle anderen: besser, Sonne: besser, Schmetterling: besser, Blümchen: besser, Krabbelkäfer: besser, Baum: besser, ich: besser.

ohne dich ist alles besser

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Prinzip eigentlich egal, ob „Ohne Dich alles doof“ oder „besser“ ist, man sollte keine Taschen, Kissen oder Klodeckel kaufen, die sich auf die emotionale Abhängigkeit zu anderen bezieht. Denn so einen Imageschaden muss man nachher auch alleine durchstehen. Da hilft einem auch ein hässliches Schaf nicht…

Schanzenfest

September 14, 2009 von felisworld

So fing es an:

So hörte es auf:

 

Zusammengefasst:

War das einer meiner schönsten  Tage in Hamburg! Es war, bis auf ein paar kurze Schauer, wunderbar warm und sonnig. Alle möglichen Leute trafen sich im Florapark und zappelten von früh bis spät, Sofa aufm Dachwährend andere über den Flohmarkt schlenderten oder sich sich einen Spitzenplatz mit spitzen Aussicht sicherten. Es war die durchgehend gute Stimmung, ein genialer DJ und einfach nur feierlustige Leute, die diesen Tag zu einem unvergesslichen Event machten.

Irgendwann gab es noch eine Kissenschlacht vor der roten Flora, von der ich aber leider nichts gesehen habe. Polizeiaufgebot übrigens auch nicht. Selbige hielt sich dieses Mal zurück, da allein ihre Anwesenheit für viele als rotes Tuch gilt. So blieb es locker, ruhig und friedlich. 

Für manche wohl zu friedlich: Irgendwelche Hongs fingen nachts an mit Steinen und Böller die Polizeistation zu bewerfen und flüchteten – wie ausgesprochen mutig– zurück in die Menge. Auf fliegende Flaschen antwortete die Polizei mit Wasserwerfern.

Schade, dass ein so schöner Tag so gewaltsam zu Ende gehen musste.  

Für Mehr, Links und unter anderem dem Bild des Tages, bitte hier vorbeischauen!

Genauso anders

September 11, 2009 von felisworld

Hamburg

Wir haben uns mal zufällig kennengelernt. Über einen Hamburger Kollegen, der aus Düsseldorf kommt und dort seinen Geburtstag gefeiert hat. 

Dann trafen wir uns auf’m BAC in Köln und neulich zufällig auf der Schanze – sie wohnt jetzt auch in Hamburg. Jetzt, wo ich bald gehe.

Auf ein Bier könnte man sich ja mal treffen, dachte ich vor einer Woche. Das taten wir dann ein paar Stunden später auch. Danach ging es irgendwie nur drunter und drüber. Aus ein paar Bierchen wurden Mexikaner, viele Mexikaner. Und die Kneipentour endete in ihrer Küche. „Komm, pennste bei mir. Musste nicht so weit fahren. Ist ja auch schon spät… oder früh… anyways.“

Anyways blieb ich auch. Eigentlich für das ganze Wochenende. Zwischendurch fuhr ich nach Hause um mal Klamotten und meine Zahnbürste zu holen. Aber im Prinzip blieb ich von Freitagabend bis Montagmorgen. Und Mittwochabend habe ich den Weg nach Hause auch nicht gefunden, Donnerstag (gestern) ebenso wenig. Heute morgen bot sie mir einen Wohnungsschlüssel an. Aber heute Abend klingele ich lieber.

KücheEines morgens saß ich zum Frühstück in ihrer Küche und schaute mich um. Alles da. Und ordentlich unordentlich, aber nicht dreckig oder chaotisch. Nur eben nicht klinisch sauber und penibel. 

So muss es doch sein, dachte ich. So unbeschwert. So einfach zu handlen, so unkompliziert und und positiv anspruchslos. So super. So steht sie da einfach und lacht. Sie ist aus Düsseldorf und ist wegen Hamburg nach Hamburg gezogen. Sie arbeitet auch in einer Agentur. Sie ist aber irgendwie ganz anders als ich. Sie gibt nicht nichts auf Labels und den Schnick Schnack, dachte ich, bis sie mir ihr Marc Jacobs T-Shirt zum Schlafen gab. Sie läuft in irgendwelchen Latschen rum, dachte ich, bis ich ihre Umzugskartons sah, die bis zum Rand mit Schuhen in allen Formen und Farben gefüllt waren. Sie hat keinen Schrott mit Jungs am Laufen, dachte ich, bis sie sich setzte und erzählte. 

Sie ist ganz anders als ich, dachte ich, bis ich sie kennenlernte. Genau so ist es, nur anders. 

Sie gehört zu den Menschen, die Hamburg für mich zu Hamburg machen und dafür sorgen, dass ich diese Stadt und dieses Leben hier vermissen werde. 

Denn Hamburg ist neben einer tollen Stadt ein Ort mit ganz tollen Menschen. Und Menschen machen einen Ort ja nun mal aus. Genauso wie überall. Genau so, nur anders.

Super(-Gedanken-)Märkte

September 9, 2009 von felisworld

Vorweg: Ich liebe Supermärkte. Darum gehe ich auch so gerne alleine einkaufen. Damit ich sie für mich alleine habe. Auch telefonieren finde ich beim Einkaufen nervig. Es ist viel schöner, allein da rumzulaufen zwischen Paletten von Produkten, willkommen in der Welt der Vielfalt.

„Penny“ mag ich nicht. Der Name lässt nämlich auf eine ganz andere Preispolitik schließen, als man sie vorfindet. Und selbst wenn nicht, schon der Name an sich passt mir nicht. Bei REWE, der Apotheke unter den Supermärkten, toleriere ich die höheren Preise aus einem sehr schlichten und einfachen Grund: Der Verein akzeptiert Kreditkarten.

Und, so wie auch Penny, gewinnen sie an Sympathie, weil sie bis 22 Uhr geöffnet haben. Und das müssen Supermärkte. Wenn ich nämlich gegen 19.30h in den Supermarkt schlendere, könnte ich regelrecht ausflippen, wenn schon jemand mit Mopp bewaffnet vor mir steht und andeutet, dass er gerne auch gleich nach Hause möchte. So etwas stresst mich.

Darum: Hopp! Über den Schatten gesprungen und rein in den Penny. Ich tippel gemütlich durch die Schiebetüren. Hinter mir fluchen zwei Jungendliche über ihren „verkackten“ Hauptschulabschluss. Wer glaubt, ich bediene mich gerade an Klischees, irrt.

Ich schludere am Gemüse vorbei und am Brot. Beides brauche ich nicht, beides kaufe ich nicht. Weiter, vorbei an der Tiefkühltruhe und den Fertigpizzen, Joghurts, Aufschnitt, Süßigkeiten, Chips, Cornflakes, Waschmittel. Da, wie immer, steht es: das Pesto. Nicht irgendeins, nein, das „teuere Designer-Pesto“ von Barilla, das seine 2,89 € nicht wert ist. Ich laufe weiter, weil ich weiß, dass mein Pesto, das billige, das seinen ein Euro irgendwas durchaus wert ist, woanders steht.

So, wie wir es in Marketing gelernt haben, denke ich, erinnere mich an meinen gutaussehenden Marketinglehrer und daran, dass er meinen Schuhe immer sehr viel Beachtung geschenkt hat. Ich denke daran, wie er uns die Sache mit dem Listing und den Positionen der Waren in Regalen erklärt hat und ich nicht zugehört habe, weil ich damals an den Engländer denken musste, mit dem sich etwas anbandelte. Aber ich wusste, dass es keinen Sinn haben würde, einen Verkäufer zu fragen, warum das Pesto hier an 2 verschiedenen Stellen steht. In einem REWE in Hannover habe ich es übrigens mal an 5 verschiedenen Plätzen gefunden – kein Scherz! 

Aber ich laufe weiter, ohne Pesto. Es gibt hier 2 Nivea-Deos. Zum Preis von einem. Für mich uninteressant. Nicht, weil ich kein Deo benutze, aber ich finde die Verpackung nicht schön… wer sich die wohl ausgedacht hat… Kann Deo eigentlich ablaufen? Fragen von solchem Kaliber schießen mir in Supermärkten ständig durch den Kopf. Denn eigentlich muss ja überall ein Ablaufdatum drauf. Auch auf Tabletten, obwohl die, wenn sie trocken gelagert werden und so, angeblich gar nicht ablaufen können. Hab ich nie getestet. 

Ich traue mich später nicht, zurück zum Doppelpack-Deo-Tisch zu laufen und nach einem Ablaufdatum zu gucken, da ich weiß, dass ich mich für meine Dusseligkeit schämen würde. Also döse ich weiter durch den Supermarkt. Ich liebe sie, diese Farben, die großen und die kleinen Preise, die Post-its und das Planschbecken, das ich eigentlich gerne mitnehmen würde – für mich. 
Da ich aber zur Hauptplanschbeckenzeit arbeiten muss, stelle ich es zurück.

Es ist ein kleiner Penny-Markt, darum bleibe ich nicht so lange wie in den Mega-REWE-Stores.

Die Krönung, ganz klar, ein Wal-Mart in den USA. Das Paradies, das World-Disney-Land für Große, ich könnte einen Tagesausflug daraus machen.

Doch da plötzlich, nach über einer Stunde durch den Supermarkt laufen und Gedanken verteilen und einsammeln, kommt langsam der Hunger.

Ich laufe direkt zu dem Pesto-Regal und hole noch eine Packung Penne.

Ach was schön… hat sich der Besuch doch auch schon wieder gelohnt.