Wir kennen das Drama ja langsam: Als ich nach Hamburg zog, wollte ich nach Düsseldorf, als ich in Düsseldorf war, wollte ich nach New York, als ich in New York war, wollte ich da bleiben. Jedenfalls ist ja immer irgendwas.
Und irgendwas war auch dieses Wochenende in Hamburg. Auch wenn die Fahrt eher suboptimal durch eigenes Verschulden verlief und ich es sehr bedauerte, nicht mehr im alten Büro aufzuschlagen, stimmte mich die Tatsache in Hamburg zu sein so fröhlich, dass der Ärger wie im Nichts verflog.
Kiez war die Ansage und die Ansage war gut.
Und eigentlich wollte ich Samstag ganz viel machen, aber irgendwie ging das nicht und rumlungern war die bessere Alternative. Erst am späten Nachmittag schaffte ich es kurz auf die Schanze. Doch als ich später an der Elbe langfuhr und die Sonne langsam unterging, merkte ich, was los war: Es war einfach alles wunderbar. Genau so war auch später die Party, bei der ich alte Kollegen traf und wunderbar ist es auch, dass ich noch eine Zahnbürste in Hamburg habe.
Sonntag blieb leider nicht mal Zeit für Herr Max, die Sofabar und Käffchen. Dafür blieb etwas anderes: Die Frage nach dem „Warum“?
Warum bin ich auf der Autobahn und was mache ich hier eigentlich? Mehr als sowieso stelle ich den Siegen-Plan in Frage, denn obwohl das Studium „Medienwissenschaften“ tatsächlich super ist, ist das studieren an sich nervig.
All die Zeit, die an mir vorbeizieht, dieses projektlose Treiben, wo bleibt die Aufgabe, der Lösungsweg und die Kritik an dem, was ich den ganzen Tag mache? Wo bleibt der Spaß und dann der Ernst, wenn nichts passiert? Wo sind ein paar Anmerkungen über wie es geht und wie es nicht geht?
Das Studium ist die schönste Zeit in deinem Leben?
Siegen an sich ist mir so egal, dass ich nichts dazu sage, das Fach ist so interessant, dass ich den Standort nicht wechseln würde und die Gesamtsituation lässt sich jetzt gerade mal so beschreiben: Nicht nur Hamburg, sondern die Zeit, die Arbeit, das Team und die Freunde, die ich dort hatte, fehlen mir. Denn sie machten diese Stadt zu mehr als einer Perle — Hamburg war Gold wert. Mit allen ups und downs die beste Zeit, die ich soweit hatte.
Der Gedanke „Studium schmeißen und um einen Job betteln“ kam und ging, bleibt und wird verworfen. Nein nein, Feli, sowas machen wir jetzt nicht, du musst noch so viel lernen.
Ich hoffe einfach, dass dieses Gefühl und nicht das Studium an sich nur eine Phase ist. Und dass ich irgendwann schreibe, wie toll das Studentenleben war und wie ich es mir zurückwünsche.
Bis dahin werde ich nicht mehr traurig sein, dass ich nicht im Hamburg bin, sondern mich an den vielen schönen Erinnerungen erfreuen, die ich habe. Und so oft wie möglich zurückkommen, nach Hamburg.
Hamburg, Hamburg, was ist da nur passiert? Und jetzt zurück ins kleine Düsseldorf – mir vergeht dir Lust, wenn ich allein ans U-Bahn-Netz denke. War ja klar… 

während andere über den Flohmarkt schlenderten oder sich sich einen Spitzenplatz mit spitzen Aussicht sicherten. Es war die durchgehend gute Stimmung, ein genialer DJ und einfach nur feierlustige Leute, die diesen Tag zu einem unvergesslichen Event machten. 
Eines morgens saß ich zum Frühstück in ihrer Küche und schaute mich um. Alles da. Und ordentlich unordentlich, aber nicht dreckig oder chaotisch. Nur eben nicht klinisch sauber und penibel. 




(Quelle: astra-bier.de)

Jedenfalls schleppten mich 2 Kolleginnen neulich in diesen Laden und ich durfte feststellen, dass meine Vorurteile von Bio-Bananen und überteuertem fair-trade-Kaffee unbegründet waren. Letztes Mal gab es so einen „iced coffee mocha“-Abklatsch, der wirklich ganz ok war.
Und ich muss sagen, es ist ein Abenteuer: Dieser Muffin ist soft, weich, pure Schokolade, aber ohne Schoko-Stückchen. Das ist ok, denn in der Mitte: Ta Ta, ein Nougat-Kern!
















