Eigentlich hatte ich nur mal wieder Lust auf Fernsehen an diesem verregneten Tag. Leider habe ich aber keine Glotze. Zum Glück wusste ich aber, wer so einen Apparat bestizt und dass man sich ja mal schön für ein paar Stündchen einladen könnte, so zum Abschalten und rauskommen.
Er stieg in mein Auto und wir fuhren zu ihm. Er hatte mitbekommen, dass ich nicht ganz auf der Höhe war. Aber er hat es geschafft, es geschickt anzufragen, ob alles ok sei… und so. Und ich weiß nicht, ob es wegen mir oder einfach so war, aber gab er mir genau das, was ich brauchte: Zeit.
Und Eiscreme.
Eigentlich ging es mir gar nicht so schlecht. Wenn es einmal raus ist, ist es raus. Und das war es ja. Ich wollte auch gar nicht darüber reden, weil es durch war –ich nicht mehr– aber das Thema. Und doch kam es dazu. Nach Nudeln mit Pesto und etwas Zeit zum Auftauen. Es gab keine „Achja, das wird“-Aussagen oder „Du machst das schon“. Es gab erst mal gar nichts. Aber es gab Platz zum Reden. Und Verständnis. Und Fragen. Und so viel interessantes und so viel Ehrlichkeit, so viel Einsicht in sein Leben und Neues, womit ich nicht gerechnet hätte. Und es gab kein Handy, das klingelt, weil ich meins im Auto vergessen hatte und seins aus war. Irgendwie ja auch mal wunderbar, diese Ruhe. Nur der Fernseher, der durchgehend nur Müll erzählte, füllte manchmal den Raum, wenn ein kurzes Schweigen eintrat.
Und nicht zu guter Letzt gab es etwas, wonach ich mich eigentlich schon so lange sehnte: Häagen Dazs Eis.
Nach 4 Stunden verlies ich seine Wohnung, es war schon wieder spät.
An diesem wunderbar warmen Abend.
Dezember 1, 2009 um 5:50 |
[...] ich auf Skype meine Freundin zu Gesicht kriege, spreche ich mit dem Hamburg-Allioli-Freund und lasse den ersten Schwung Frust ab. Und er hört geduldig zu, wie immer! Dieser Mensch ist so [...]