Die Sonne scheint und ich sitze in der Bahn Richtung Altona. Bis gerade war ich im Hafen, jetzt treffe ich noch eine Freundin zum Kaffee trinken. Ich fahre nur 2 Stationen. Und ich sitze in der Bahn und es ist so vertraut. Und ich merke, dass ich angekommen bin.
Nach ungefähr 6 Wochen, finde ich, hat man immer diesen Trieb nach Hause zu fahren. Es fühlt sich irgendwie an wie Urlaub. Aber Urlaub ist nur Urlaub, wenn er irgendwann vorbei ist. Nach 6 Wochen setzt dann dieses Gefühl ein, das ich noch aus der Schulzeit kenne: die Freude, bald wieder in die Schule zu gehen, die Freunde und Klassenkameraden mal wieder zu sehen (und die Lehrer zu ärgern). Weil man es so kennt, man ist es so gewohnt.
Und so vermisste ich auch nach mehr als 6 Wochen das zu Hause, das Vertraute, das Bekannte, das Nicht-Neue.
Aber jetzt sitze ich in der Bahn und merke, dass der nächste Weg nach Düsseldorf zwar eine Fahrt in die Heimat ist, aber meine neues zu Hause Hamburg ist. Ich bin angekommen. Endlich. Nicht mehr auf der Durchreise, nicht mehr gedanklich angerissen, sondern da. Also hier.
Aus neuen Leuten werden neue Freunde, aus neuen Wegen wird Gewohnheit und Bekanntheit. Der Hamburg Stadtplan wohnt schon lange nicht mehr in meiner Tasche.
Ich freue mich… und verpasse fast die Haltestelle!
Doch geliebtes Düsseldorf, hab keine Angst: Auch wenn Hamburg meine Perle werden sollte, wirst du immer die Stadt der Perlenketten bleiben!