Oder: Sind es Zeichen und wenn ja, sollte ich sie ignorieren?
„Ohne den Öl-Deckel würde ich nicht fahren“, sagte der Mann an der Tankstelle zu mir. Wieso? Die letzten 1.400 km ist es doch auch gut gegangen… „Da ist ein VW-Händler, Mädchen, bitte kauf dir dort eben einen neuen. Du ruinierst dir sonst den Motor.“ Motor ruinieren geht gar nicht! Denn ist der Motor ruiniert, fährt das Auto nicht und Feli wäre in ihrer Mobilität stark eingeschränkt.
Also zu VW, neuen Öl-Deckel kaufen. Als ich zu meinem Auto zurückkehrte, fragte mich ein VW-Angestellter freudestrahlend:“Und, wann lassen Sie Ihr Auto verschrotten?“
Verschrotten? Mein Auto? Mein AUTO? MEIN Auto? “Nichts wird hier verschrottet, es rollt und spielt Musik! Und beides hervorragend! Und die paar Roststreifen… „
Auf der Autobahn musste ich dann feststellen, dass mir irgendein Blödian in Harburg meinen linken Scheibenwischer abgebrochen hat. Einfach so. Ohne Grund. Blödmann. Naja, kann man reparieren lassen.
In Düsseldorf angekommen, packte ich meine Sachen aus dem Auto. Als ich 2 Stunden später an meinen weißen Golf III zurückkam, fand ich Folgendes vor:

Es erinnert an diese kleinen Visitenkarten, die manchmal an allen Autotüren einer Seitenstraße stecken und auf denen so was wie „An- und Verkauf aller Autos. Nehmen wirklich jeden Wagen.“ steht.
Diese Aktion war anders: Ungelogen war mein Auto soweit ich gucken konnte das einzige, das so eine Karte ans Fenster gepint bekommen hat. (Das Foto ist erst später entstanden, weil ich keine Zeit hatte.)
Geile Aktion von Mini Cooper! Auf der Karte findet sich ein Leasing-Angebot und die Adresse des Vertriebspartners in der Nähe.
Es passt mal wieder super zusammen: Tolle Idee, tolle Aufmachung und nicht wahllos an alle möglichen Autos gepint. Daumen hoch, super Sache! Kaufen oder Leasen kann ich den kleinen, roten Wilden trotzdem nicht!
Und so halte ich, obwohl vielleicht vieles dagegen spricht, an etwas fest, was VW schon vor Jahren sagte:“Er läuft und läuft und läuft…!“
Am nächsten Morgen hüpfte ich aus der Bahn und lief die Stufen runter, als mir der süßliche Geruch wieder in die Nase stieg. Ich wollte an dem Eckkiosk vorbeigehen, aber es ging nicht. Ich blieb stehen. Es war ein anderer Verkäufer als am Vortag, erkannt hat er mich trotzdem, als ich sagte „Gestern hat mir so ein toller Mann so ein wunderbares Stück Gebäck verkauft und so was hätte ich gern noch mal!“ Die anderen beiden Kollegen drehten sich in meiner Richtung, winkten mir zu und freuten sich.