Archiv für Februar 2009

Hier und da

Februar 27, 2009

Heute Abend fahre ich nach Hause, nach Düsseldorf. Nur fürs Wochenende, mal kurz neue Sachen holen, ein paar Freunde verabschieden und so. Aber ich freue mich. Weil ich hier noch in einem Schlafsack schlafe und aus meinem Koffer lebe, mal ganz kurz, worauf ich mich freue:

Mein Bett, mein weißes Bettzeug, meine bunten Wände, mein 1live, meinen Kleiderschrank, mein Bad, meine Dusche, meinen Platz, meinen Boden, auf den ich alles werfen kann, wenn ich will.

Des Weiteren: Auf meinen Hund, meine Straßen, die ich kenne, meine Rheinbahn, mit der ich noch nie in die falsche Richtung gefahren bin. Meine Bars und Clubs, auf die Verlass ist, meine Freunde, mit denen ich selbstverständlich Samstagabend losziehe. Meine Schwestern, die, weil sie mich kennen, ein Geschenk für meinen Vater besorgt haben, da sie wussten, dass ich es zeitlich nicht hinkriege, meinen Friseur, dem ich nie wieder fremdgehen werde.

Es sind die kleinen Freuden, zwischen vielen neuen Eindrücken mal kurz in eine vertraute Welt zurückzukommen, die sich in den letzten 3 Wochen nicht geändert hat.

Ich liebe es, wenn das Selbstverständliche nich

t mehr selbstverständlich ist und man sich dann wieder freuen kann.

Und genau so freue ich mich auf Sonntagabend, wenn es zurück geht nach Hamburg, die neue Stadt. Mit neuen Leuten, neuen Fragestellungen, neuen Herausforderungen, neuen Lösungsansätzen. Neuen Wegen, neuen Ideen, endlich weg von dem, was immer so ist, wie ich es kenne: Mein Leben in Düsseldorf.  

Das ist Hamburg!

So ist das. 

Und das freut mich!

Handtaschen und Überraschungseier

Februar 26, 2009

Es passiert morgens, abends, tagsüber, eigentlich kann es fast immer und überall passieren. Weil man sich doch für ein anderes paar Schuhe entschieden hat, es regnet oder weil man jemandem noch ein oder zwei Bücher mitbringt, wechselt die Frau ihre Handtasche. Sie macht es übrigens auch, wenn es keine praktischen, sondern nur „Nö, die finde ich jetzt angemessener“-Gründe gibt.

Die eine Tasche auf: Kaugummi, Timer, Portemonnaie, Handy, Taschentücher, durchsichtiger Lipgloss, Stöpsel fürs Handy, USB-Stick, Bevor-ich-es-vergesse-Buch, Haustürschlüssel, Regenschirm, Sonnenbrille, Lippenpflegestift, Fäustlinge in pink, Handschuhe in bunten Streifen, vielleicht ein Lidschatten oder zwei, eventuell Post-its, rosa Lipgloss, meistens noch ein Kugelschreiber und noch einer in Reserve, falls der andere nicht funktioniert, nach Tageslaune Zigaretten, Streichhölzer oder ein Feuerzeug…

Innenleben

Und all das in die andere Tasche…  Weil wir heute nicht in Lipglosslaune sind, lassen wir den ganzen Müll… außer einen… mal in der alten Tasche. Das Kleingeld auch. Den Kontoauszug brauchen wir in der Stadt auch nicht. Jetzt aber los.

 

Freitagabend. Es muss schnell gehen, denn gleich kommt meine Bahn und ich bin nicht richtig fertig, weil alles nicht so ist, wie es sein soll und Chaos. Welche Tasche? Die kleine grüne, die ich meistens am Wochenende zum Weggehen nehme, weil sie so schön klein und grün ist. Da passt nicht viel rein, das ist ein Vorteil. Ich öffne sie. Aha!  Das Restgeld von meinem Besuch bei McDonalds, bevor ich letzten Samstag nach Hause gefahren bin, liegt noch drin. Sehr schön. Und eine halbvolle Schachtel Zigaretten. Und das Minitäschen, das ich am Wochenende mitnehme, damit ich den Rest (Krankenkassekarte, Visitenkarten, Holmes Place Towel Card,…) zu Hause lassen kann. Sehr gut, wenn man so vorbereitet ist! Aber wo ist der Lipgloss, der durchsichtige? Ewig nicht gesehen, das Zeug… Schade irgendwie. Hilft nichts, suche ich morgen nach.

Samstagmorgen. Naja, Samstagmittag. Gleich geht es in die Stadt zum Kaffeetrinken. Heute die braune Handtasche, die passt so gut zum Mantel. Wo ist der lila Lidschatten eigentlich? Davon ein kleines bisschen würde ganz gut zu meiner Bluse passen… Badezimmer? Nicht da. Hm. Findet sich…

Letzte Woche. Ich greife heute mal wieder auf gelbe  MD Tasche zurück, weil es so schön sonnig ist und ich finde, dass es für heute die richtige Tasche ist. Ich packe meinen Schnick-Schnack, den ich vermutlich nicht unbedingt brauche, aber so was weiß man ja vorher nicht, aus der olivgrünen Tasche in das Hauptfach der gelben Tasche. Dann öffne ich das kleinere Fach. Siehe da, der Lipgloss! Mensch, den habe ich ja ewig nicht gesehen! Wie schön… Dass der in dieser Tasche ist.. Damit hätte ich nicht gerecht. Irgendwie hatte ich mich auch schon damit abgefunden, dass er weg ist, verloren vermutlich, geklaut, eher unwahrscheinlich.

Vor Hamburg habe ich meine Taschen nicht durchsucht nach irgendwas, was ich brauche oder zu Hause lassen könnte. Nein nein, ich mag sie, diese kleinen Überraschungen! Ein Kassenzettel über 2 Nugatmuffins und 2 Mocha, die Geburtstagskarte von meiner Schwester, ein Bierdeckel mit einer fremden Telefonnummer, alte Einkaufszettel, die Taschentücher mit den Weihnachtsmännern drauf – keine Ahnung, woher die kommen.

Es ist ein bisschen Spannung, Spaß und Spiel in einem. In meinen Taschen! 

Ein Glas Pesto

Februar 24, 2009

Er hat mir keine Blumen gekauft, Pralinen auch nicht. Er hat auch meinen Koffer nicht getragen oder mir Frühstück ans Bett gebracht. Er hat weder sein Zimmer, noch sein Bad aufgeräumt, um mich zu beeindrucken.

Nein. Er war da viel schlauer.

Wir hatten Hunger und überlegten mal wieder was zu bestellen, weil wir uns an diesem Sonntagnachmittag nicht aus dem Haus bewegen wollten. Pizza gab es am Vorabend, Thai Zeug neulich erst und auch auf den China-Mann wollten wir nicht zurückgreifen. Doch, was er dann sagte, zauberte ein Lächeln auf mein Gesicht, das von einer Seite bis zur anderen reichte, brachte meine Augen zum Leuchten, sodass mein Gesicht strahlte. Er war irgendwas zwischen fassungslos und entzückt über meine grenzenlose Glückseligkeit, nachdem er gestand „Ich habe dir Pesto gekauft.“

Sehr kurz darauf durchforstete ich die Küche nach Nudeln. Sie müssen doch irgendwo sein… Ah, da, Spaghetti. Die Wartezeit vertrieb ich mir mit meiner Vorfreude und ein bisschen Küche aufräumen. 

Ich öffnete den Kühlschrank. Dort stand es. Alleine. Zwischen viel, viel Licht, einer Packung Aufschnitt, Margarine, Kaviar und einem Liter Milch. Sonst nur ganz viel Leere in diesem Kühlschrank. 

Es war kein besonderes Pesto, es war das grüne, normale, das es in Düsseldorf mittags immer gab. Aufgeregt strampelten meine Zehe, ich öffnete es, Augen zu und riechen… mmmmmmmmh!

Zwei Teller, Spaghetti drauf, etwas frischen Knoblauch dazu, Pesto, noch ein bisschen mehr Meersalz und zurück ins Bett. Was für eine Freude!

Jeder weiß, wie sehr ich Pesto liebe. Wie schön, dass einer mal erkannt hat, wie er es am Besten zu seinem Vorteil nutzen kann.

Zwischenbilanz

Februar 20, 2009

Nicht zu letzt meine FiCo-Lehrerin wird sofort bestätigen, dass ich es nie wirklich verstanden habe, eine gute Bilanz zu erstellen. Nein, ich scheiterte schon an dem einfachen „Soll“ und „Haben“ – Wie im wahren Leben! 

Jetzt, nach meiner 2. Woche Hamburg und arbeiten unter der gelben Flagge, versuche ich mal Zwischenbilanz zu ziehen. Da ich weder hier noch in Düsseldorf mein Büroleben zum Thema dieses Blogs gemacht habe, gehe ich auch hier nicht ins Detail. (Für alle, die das erhofften!)

Von 10 zu erreichenden Punkten, verteile ich an:

  • meinen neuen Arbeitsplatz (Mitarbeiter/-führung, Aufgaben, Ambiente, Kaffee und geschmierte Brötchen): 13
  • Wohnungs-/WG-Suche: 7,5
  • Astra-Bier: 9,5 (das hat mehr was mit Lokal-Patriotismus zu tun, darum…)
  • Holmes Place (Pool): 10
  • Holmes Place (Mitarbeiter): Einer 0, eine 9
  • Franzbrötchen an der Ubahn-Haltestelle: 10
  • Anbindung der öffentlichen Verkehrsmittel: 10 (-> Düsseldorf, da müssen wir mal drüber sprechen!)
  • Hilfsbereitschaft in der Hamburger Bevölkerung: 10
  • Orientierungssystem am HBF: 5
  • McD Cheeseburger und Starbucks Mokka: 10 
  • Wetter: 7,2
  • Schönheit der Stadt: 8,6  
  • Radiosender: 3 (Katastrophe!)
  • schöne Menschen: 10
  • Dinge, die die Welt nicht braucht, ohne die ich aber nicht leben wollen würde: 10
  • Shoppingmöglichkeiten: Durchaus vorhanden. Auch, wenn Düsseldorfer da sehr verwöhnt sind, 10
  • Karnevalstreiben: 0 
  • Feli: 9 (Weil sie bisher sozial kompatibel ist, nichts kaputt gemacht oder verloren hat, sich gut eingelebt hat, die Jungs in Ruhe arbeiten lässt -manchmal-, nur 2 mal in den falschen Bus gestiegen ist, nur wenig neue Teile gekauft hat, weil sie zu faul zum Waschen und Bügeln war, nur mittelmäßig viel Geld ausgibt, das sie nicht hat, Karneval relativ stark geblieben ist und nur den halben Tag jeden mit ‘Helau!’ begrüßt hat. Einen Punkt Abzug gibt es, weil sie zu viel isst, noch nicht feiern war und nicht genug schwimmt. Das wird geändert. Zumindest die Sache mit der Feierei!)

HamburgDie Schonfrist, weil Feli neu ist, wird vermutlich heute Abend gegen 18.01h ablaufen. Mal sehen, inwiefern sich das auf den Quartalsbericht niederschlägt. Aber auch da bin ich, wie immer, erstmal optimistisch mit meiner „jugendlichen Leichtsinnigkeit und kindlichen Naivität“ (<- Zitat, Junior AD, Tag 3).

Unter der Dusche

Februar 18, 2009

Es ist warm und es prasselt auf dich hinunter. 

Millionen kleiner Tropfen. Augen zu. An die Wand anlehnen. Atmen. Das Wasser läuft über die Stirn, die Augen, die Nase, die Lippen. Atmen. Es fließt die Arme runter, den Rücken, den Bauch und die Beine. Weiter atmen. 

Shampoo. 

Wachwerden. Welcher Tag ist heute? Gesichtswaschzeugs wo? Augen auf, suchen, finden, Gesicht waschen. Warmes Wasser. Noch mal Shampoo. Augen zu, alles ist noch so weit weg. 

Was anziehen? Was passiert denn heute? Termine, Anrufe, Druckunterlagenschluss? Emails, Telefonate, zusammen Mittagessen? Einkaufen?

Hohe Schuhe, flache Schuhe? Jeans, Stoffhose? Tshirt, Bluse? Longsleeve, Pulli? Auto, Bahn?

Augen auf, mehr Shampoo. 

Noch keine Lösung. Gut. Dann später. Dann wird jetzt weiter genossen wie der weiche Schaum, der nach Mandeln und Kokosnuss riecht, den Boden der Dusche füllt und meine Füße umzingelt. 

Mutter anrufen? Schwester anrufen? Karneval – ja nein? Mails? Blog? Mittagessen?

Wasser klar, Augen auf, Wasser ausdrehen. Es tropft noch ganz kurz, ganz leise. 

Gedanken klar: Pinke Schuhe, dunkle Jeans, pinke Bluse, grüner Pulli, Haare zusammen, mit der Bahn fahren, Papa zum Geburtstag gratulieren, Schreibtisch, DUs waren gestern, Aufkleber, Reinzeichnung, Poster, was kaufen, Essen – keine Klamotten,WG-Zimmer ansehen und so. Tag wird gut. Wenn ich ihn jetzt anfange…

Denn nach der Ruhe kommt der Sturm. Und nach der Dusche der Tag. Endlich.

Valentinstagstheater

Februar 16, 2009

Sie laufen durch die Straßen als wären sie nur Freunde.
Sie ist definitiv neu hier, kennt sich überhaupt nicht aus. Er schon. Er nimmt sie an die Hand und zieht sie über die Straße. Auf der anderen Straßenseite jedoch, lässt er ihre Hand nicht los. Sie seine auch nicht.
Dafür grinst sie kurz auf den Boden, strahlt einen Moment lang und freut sich still und leise.

Aber was ist das? Ja, es ist kalt und ja, er hat offensichtlich keine Handschuhe bei sich, aber muss das sein? – Er quetscht seine rechte Hand mit in ihren linken Handschuh und die Finger umklammern sich in den pinken Fäustlingen. – Wie kitschig!

Wenigstens knutschen sie nicht mitten in Hamburg an jeder bescheuerten roten Ampel rum.

Nein, das sparen sie sich für die U-Bahnfahrt auf. Jaja, Revier markieren, es können ruhig alle sehen. Mensch Mensch. 
Aber nur kurz. Ihre soziale Intelligenz scheint anzuklopfen und zu melden, dass man so was nicht macht. Nicht, weil Singles unterwegs sind oder so, sondern weil man so was einfach nicht macht. Wie sieht das denn aus?! Habt ihr kein zu Hause?

Doch abends kommt es noch besser: Sie gehen Sushi essen. 
Er hält ihr –natürlich– die Tür auf. Gentleman. Hm.
Der Tisch ist auf seinen Namen reserviert, wie schön, dass er genau weiß, was hier los ist. Sie laufen an der langen Menschenschlange vorbei, die früher da war, aber noch einige Zeit auf einen Tisch warten muss, setzen sich und… na klar, tätscheln mit ihren Händen rum, während

 sie über den Tag und dies und das sprechen, auf ein riesiges Sushi-Schiff warten und Chardonnay trinken…

Weinchen?

Weil sie müde ist, nimmt er selbstverständlich Rücksicht darauf und sagt die Party spontan ab. Was er für eine Sause in seinem Lieblingsclub verpasst hat, weiß er zum Glück nicht.

Schublade auf, traute Zweisamkeit rein, Schublade zu.

Meine Herren, was für ein Theater an einem Valentinstag.
– Und ich in der weiblichen Hauptrolle.

Mittagsgespräch

Februar 13, 2009

Es war eigentlich ein Mokka-Tag.

Ich schaute aus dem Fenster in den strahlend blauen Himmel. Der Tag war soweit schön gewesen, mein Mittagessen lecker, ich fühlte mich froh und fröhlich… und jetzt ein Mocha. Aber die Person, die einen Mokka-Tag ausmachte, war ja nicht da. Ich muss ihn ja in Düsseldorf lassen. Trotzdem musste jetzt ein Mokka her.

Ich lief los und verlor mich, wie des Öfteren, in meiner Tagträumerei und stellte irgendwann fest, dass ich irgendwo war. Allerdings hatte ich keine Ahnung, wo ich war, geschweige denn, wo sich der amerikanische Kaffeeladen meines Vertrauens befand.

Ich dachte an die 2 aus meinem Düsseldorfer Büro, meine Mittagsessen-Leute. Die beiden, mit denen ich immer zusammen im Konfi Nudeln mit Pesto gegessen habe. Und unsere Mittagsgepräche waren irgendwas zwischen total unwichtig und extrem wichtig, absolut unersetzbar. Wüssten sie, wie ich hier stehe, würden sie mich auslachen. Sie würden den Kopf schütteln und die Augen verdrehen. Und ich würde mitlachen. Was sie wohl gerade machen? Ich muss bestimmt hier über diese Brücke… Wie es ihnen wohl geht… ob sie heute bei McD waren? Wie wohl der Tag läuft… was sie wohl machen…? Ob sie wohl auch gerade an mich denken? Oder mich vergessen haben? 

Ich lief so weiter, konnte aber keinen klaren Gedanken mehr fassen. Auch, dass ich nicht wusste, wo ich war, war mir jetzt egal. 

Ich hielt es nicht mehr aus: Handy raus, anrufen. „Feli!“, jemand nahm ab und freute sich. So wie ich auch. „JA!“, rief ich in mein mobiles Quatschgerät und schaute in die Sonne. Die Jungs saßen gerade im Konfi, waren fertig mit essen. Er macht den Lautsprecher an und ich erklärte, dass ich mich irgendwie verlaufen hatten. Beide lachten. Ich konnte am Tonfall hören, dass sie ihre Köpfe schüttelten und die Augen verdrehten…

„Feeeeeeli! ! !“

Wie oft hatte ich es gehört, mein ‘Jaaaaahaa, ich weiß ja’-Gesicht aufgesetzt und mitgelacht. 

Wir redeten über meine relative Wohnungslosigkeit, die alte und die neue Agentur, Mikrowellen und gut aussehende Jungs in HH. Und gut aussehende Mädchen aus D in HH! 

Ich ging, obwohl ich es ungern mache, mit Telefon am Ohr in den Starbucks, bestellte, unterschrieb und wieder raus, und redete weiter.

Grob die Richtung wissend und mit der Sonne im Gesicht, lief ich telefonierend hier und da lang, probierte meinen Mokka und muss sagen, er schmeckte. 

Irgendwann legte ich auf und blinzelte, weil die Sonne so blendete, nahm noch einen Schluck Mocha und war glücklich. Es war schön die Jungs zu hören. 

Überall ein Stückchen Heimat, dank Kaffee und Telefon.

Menschen, Teil I

Februar 12, 2009

Es gibt ja immer solche und solche Menschen.

Manche sagen, alles ist gut, wenn sie sich in einer Krise befinden, manche sagen, es kriselt, obwohl alles gut ist. Manche sagen genau das richtige, manche genau das falsche, manche, das was sie denken, andere, das was Du gerade denkst.

Aber woher weißt Du, mit welchem Typ Mensch Du es zu tun hast?

Manchmal merkt man es, wenn man sich das erste mal sieht, manchmal sagt der Blick alles, manchmal der Ton, manchmal das Ungesagt. Manchmal täuscht der erste Eindruck, manchmal ist man nach langer Zeit noch überrascht, wie falsch man lag, manchmal erfährt man erst von anderen, mit wem man es zu tun hat.

Ja, Menschen.

Was gibt es spannenderes, interessanteres, angsteinflößenderes und überraschendes als den Menschen, den Menschen, den man nicht kennt?

 

Weiblich, ledig, jung sucht…

Februar 11, 2009

… ein Wohn-/Schlafzimmer!

Da ich doch früher bei meiner Freundin raus muss als erwartet (Probleme sind nicht zwischenmenschlicher Art, sondern egal), brauche ich DRiNGEND ein Zimmerchen im schönen, großen Hamburg

Eckdaten: Feli ist im März 23, gerade Praktikantin und die Agentur liegt in der Speicherstadt, ist gesprächig, hat Humor, trinkt gerne mal ein Bierchen oder einen Vino, auch gerne mal zwei, ist groß und eigentlich auch meistens ein großes Mädchen. Und Feli ist vor allem auch eins: anpassungsfähig.
Doch, das kann ich so von mir behaupten.
Wer mehr über mich wissen will, kann sich hier umsehen. Für Fotos bitte an die Pressestelle wenden oder auf den gängigen Social Community Seiten suchen. Was sind wir alle 2.0!

Wenn also jemand da draußen seit Montag bis zum 1. Oktober diesen Jahres noch jemanden zum bei sich in der Wohnung mit zum Wohnen sucht, bitte melden.

Angucken kommen kann ich immer erst nach 18.30 Uhr oder so, weil ich ja arbeiten muss. Momentan habe ich auch ein Auto hier, nutze dieses aber eher weniger, weil die Bahnen ja überall hinfahren und ich am Büro eher ungünstig parken kann. Achja, speaking of günstig: Obwohl ich lange überlegt habe, nach einem Zimmer mit Pool und Dachterrasse zu suchen, muss ich mich ‘auf Grund der aktuellen Finanzkrise’ auf höchstens 300 Euro für das Zimmer beschränken. Mit wem ich zusammen ziehe ist mir egal (m/w, mit Hund oder ohne, 0.8/2.0, blond oder brünett,…), Hauptsache ist doch, man versteht sich!  

 

PS: Oder  vielleicht kann mir jemand eine coole Jugendherberge für ab Freitagabend nennen.

Neu, alt, Rücken, Hamburg

Februar 10, 2009

Weil ich gegen Langeweile, aber für mehr Spannung bin, habe ich mir pünktlich zum Arbeitsantritt in der neuen Agentur in der neuen Stadt einen Nerv im Rücken eingeklemmt.
Nicht nachmachen, tut weh!
Da ich gegen Schmerzmittel, aber für schmerzfrei bin, versuchte ich es Sonntagabend mit Wärmeblablabla, musste aber Montagfrüh feststellen, dass Aspirin 1000 und Iboprofen 800 die einzig sinnvolle Lösung war.
Mit Bus und Bahn kam ich viel zu früh und viel zu schnell durch die neue Stadt in die neue Agentur. Aber besser so als anders!
Dort wurde ich unheimlich freundlich willkommen geheißen und jedem, dem ich auf dem Flur begegnete, vorgestellt. Und, obwohl ich immer die Hand rausstreckte und „Hi, ich bin Feli“ sagte, während ich so vor mich rumstrahlte, sprechen mich hier alle mit ‚Felicitas’ an, was gar nicht schlimm, aber sehr ungewohnt für jemanden, der ‚Feli’ als feststehenden Begriff kennt, ist.
Es war alles gut, wirklich ein toller, interessanter und spannender Start und Tag. Da ich offensichtlich sensibel auf Painkiller reagiere, halfen auch 6 Tassen schwarzer Kaffee nicht, um mich aus dem Schwebezustand zu holen.
Vorteil: Ich war nicht ganz so geschwätzig gesprächig wie sonst und habe mich nicht gleich am ersten Tag als Sabbelstrippe positioniert.
Mal sehen, wie schnell die neue Agentur in der neuen Stadt die alte Feli kennen lernt… Dem Rücken geht’s schon besser!