Archiv für November 2008

Nice oder nützlich?!

November 30, 2008

Bei Weihnachtsgeschenken wird oft unterschieden:“Suchen Sie denn etwas Nützliches oder etwas Schönes?“ Wäre gut, wenn es beides wäre. Zum Beispiel, wenn Porsche neben Bürogedöns auch einen Werkzeugkasten im edlen Design rausbringen würde oder ein Gucci-Gürtel bald auch als Cola-Dosen-Halterung im Auto umfunktioniert werden könnte. Männer verstehen manchmal nicht, warum Hemden, Manschettenknöpfe oder Bodylotions teurer als zwei Tankfüllungen sein können, dafür sehen Frauen Geschenke wie Schneidebrettchen oder Staubsauger nicht gerne.

Was waren das für traurige Augen, als es Weihnachten den Brockhaus in 24 Bänden gab und kein Fahrrad oder Rollschuhe…

Denn das weibliche Geschlecht möchte von den Lieben gerne was Schönes, nicht unbedingt was Nützliches. Ein Vogue-Abo: Ja. Ein Computer-Bild-Abo, mit vielen tollen Tricks für Online-Games: Nein. Ein Flugticket, um im Sommer mit den Freunden wegzufahren: Ja. Ein Bausparvertrag, der 2035 ausgezahlt wird: Nein. Das fünfte paar schwarzer Pumps wird sie lieben, eine „Wie machen Sie Ihre Steuererklärung selbst“-Software dir um die Ohren schlagen. Und auch, wenn es nicht direkt nützlich ist, ist etwas Schönes zu schenken auch ’anders’ nützlich. Denn ist es zwar gut, wenn ein Geschenk eine Art messbaren Nutzen hat, aber welcher Nutzen ist schon größer als Freude zu bescheren?

Have five!

November 27, 2008

FFLLKK (Franzi, Feli, Laura, Lena, Katha, Katha)So sieht es aus, wenn fünf Auszubildende und ich die Abschlussprüfung geschrieben haben.

Fünf völlig verschiedene Charaktere, von denen ich nicht dachte, dass ich sie finden würde.

Fünf gute Gründe, für die Schule früher aufzustehen.

Fünf gute Freunde, die einander schlafen ließen, wenn es langweilig wurde und mitschrieben, wenn es wichtig war.  

Fünf wunderbare Menschen, die ich vermissen werde.

Die unabhängigen Navi-Abhängigen

November 27, 2008

Man wird als junger Mensch zur Unabhängigkeit erzogen: „Mach deinen Führerschein und kauf dir ein Auto, damit du unabhängiger bist.“, „Verdien ja immer dein eigenes Geld und mach dich nie von einem Mann abhängig!“, „Und mit unserem neuen Handyvertrag, sind Sie ab jetzt noch unabhängiger…“

Auf die Unabhängigkeit!

Als ich 13 war, fuhren wir mal irgendwie durch halb Frankreich. Ohne Navi, denn 1. war es damals nicht für jedermann erschwinglich und 2. weil Frau Feli lernen sollte, eine Karte zu lesen. Und ja, wir kamen an.

Neulich fuhren wir nach Süddeutschland, irgendeine 4 Stundenstrecke und es ergab sich folgender Dialog:
> „Hast du ne Karte?“
- „Nee, aber meine Freundin hat mir ihr Navi geliehen. Wir brauchen keine Karte…“
> „Haben wir im Auto eine Karte?“
- „Warum kannst du dich nicht einfach auf die Technik verlassen?!“
Ich hielte inne und den Mund und stieg ins Auto. Auf langen Strecken streiten und diskutieren ist immer blöd und so wichtig war es mir nicht. Es ist nur so, dass ich mich manchmal ungern auf die Technik verlasse, weil ich ihr nicht immer traue: Wenn ein elektronisches Gerät nicht funktioniert, kann man ihm nicht gut zu reden, es bestechen oder schlagen – es funktioniert dann einfach nicht und man selbst steht im Maggi. Und es kam, wie es kommen musste: Pünktlich kurz vor der Rush-Hour, als sich die Autobahn langsam aber auffällig füllte, erreichten wir das Frankfurter Kreuz. Und genau in diesem Moment stützte das TomTom ab und zeigte und sagte nichts mehr.
- „Wohin müssen wir?“
> „Keine Ahnung, ich kann auf der nicht vorhandenen Karte nichts erkennen!“
Ein entnervter ‘Hör auf hier rumzuklugscheißern’-Blick traf mich und ich sagte „Du kannst hier auf dieser Spur bleiben, ich bin hier schon mal langgefahren.“

Das Navi fing sich irgendwann wieder und wir fuhren hier und da durch kleine Orte und waren fast angekommen, als wir verstellten, dass das kleine Gerät an der Frontscheibe unsere Straße nicht kannte. So brauchten wir noch gut eine halbe Stunde länger.

Hätte ich das vorher mal bei Google-Earth durchgeguckt, hätte das vielleicht geholfen. Irgendwann haben wir es dann auch so gefunden.

Die Moral von der Geschicht’ ist nicht, dass ich immer Recht habe (wobei das auch ein guter Ansatz ist), sondern, dass man sich immer öfter von der Technik abhängig macht, obwohl man es eigentlich nicht braucht. Ein Navi an sich ist ja nichts böses und hat ja auch Vorteile, wie die Stauumgehung. Aber es ist vielleicht auch nicht falsch, vorher einmal mit dem Finger und dem Auge über die Karte zu fliegen, um einen groben Eindruck zu erhaschen, in welche Richtung man sich begibt. Tatsächlich kenne ich Leute, die den Weg von Meerbusch bis nach Düsseldorf-Oberkassel nicht ohne Navi fahren und nicht ohne Navi finden würden.  

Es ist, wie es schon Goethe sagte: „Am Ende hängen wir doch ab von Kreaturen, die wir machten.“ (Faust, II. Teil)

Ist der Kopf…

November 24, 2008

… voll oder leer?
Wohin mit dem Kopf?
Ich weiss es nicht mehr.
Ein kleiner Gedanke,
der in mir ruht,
er ist nicht böse,
er ist auch nicht gut.
Wann ist es soweit, wann ist es vorbei?
Ein lautes Lachen, ein leiser Schrei?
Drehe ich jetzt durch
oder fasse ich mich?
Ist das die Frage
oder die Antwort an sich?
Warum so gespannt,
warum durch den Wind?
Von außen so groß,
von innen ein Kind.
Ein bisschen zu müde,
ein bisschen zu verdreht,
ein bisschen zum Weinen,
wie „vom Wende verweht“.
Wo ist er, der Kopf, und was ist da drin?
Macht es irgendwas besser oder irgendeinen Sinn?
Doch gut muss es werden und das wird es auch,
Wenn ich’s schon nicht im Kopf fühle,
dann wenigstens im Bauch(*).

(*: Bauchgefühl: Intuition: Die Intuition (v. lat.: intueri = betrachten, erwägen; PPP intuitum) ist die Fähigkeit, Einsichten in Sachverhalte, Sichtweisen, Gesetzmäßigkeiten oder die subjektive Stimmigkeit von Entscheidungen durch sich spontan einstellende Eingebungen zu erlangen, die auf unbewusstem Weg zustande gekommen sind. Das vom Substantiv Intuition abgeleitete Adjektiv ist intuitiv.

Intuition steht letztlich hinter aller Kreativität. Der danach einsetzende Intellekt führt nur noch aus bzw. prüft bewusst die „Ergebnisse“, die aus dem Unbewussten kommen. Quelle: Wikipedia)

Good night, Mister Bryson.

November 22, 2008

It is quiet and it is dark and it is late and I can’t sleep. I want someone to talk to me. But I can’t call anyone and even if I did call someone, I first had to talk to that person and explain what the fuck is wrong with me. But then, I remembered, that my friend found Bill Bryson audio books at his parents place and gave them to me. I searched through my room… I first heard of Bill Bryson, when my English friend Karina, an au pair girl I met, got me „Notes from a big Country“ for my birthday, after her British friends and I had long talks about if it is „gas station“ or „petrol station“, „color“ or „colour“ and „trunk“ or „boot“. „Notes from a big country“ is simply hilarious and shows that there are more than words who separate England from America. READ IT! Back to the audio book: Whoever thinks, I’ve got a pink, sparkling iPot or some other Mp3 Player is wrong. Whoever thinks, the audio book is on CD, doesn’t know, that my CD-Player is broken. The Audio Book is on cassette. „Bill Bryson, The Lost Continent“ it says on the cover, „abridged and read by Kerry Shale“ stands on the inside. ‘Let’s go’, I think and put it in, move myself back to bed and start listening. The reader is doing a great job here and I’m finding it very amusing. Whenever he talks about different areas and quotes the people, he changes his voice and accent. Very cool! I, at some point, get tired, but want to hear, how the story continues. The author describes how he returns to Iowa after years The Lost Continentand drives nearly 14,000 miles through 38 states and goes from one small town to the next small town. At some point, he crosses Virginia and I have to think of ’New Castle, Craig County, Virginia’ where I’ve spent my High-school year. You can’t call it town or village, it was tiny. I do know what Bill Bryson feels like.

I wake up. I try to remember the last thing I heard from the cassette, but I can’t. I rewind it, stop here and there, push „play“ and listen. „No, that is new to me“, I say, pushing the rewind-button again. This goes a few times and then, I finally find the part, where I felt asleep. I leave it there, start my day and already look forward to the night. Finally night (it is still early, but I wanna hear someone reading a story to me), I push „play“, go to bed and listen excited. After some 20 minutes or so, I have to get up and turn the cassette. I do and fall asleep 15 minutes after, which means, I had the problem with finding that part the next morning again.

Still, I can deal with that. Because simply listening to this and enjoying the company of some stranger, who doesn’t ask you questions about how successful your day has been, if you did go to the gym and if you still see this guy, is GREAT. I finished the audio book of „The Lost Continent“ and do now listen to „Notes from a small Island“. I have to find something new after this. Seriously, I cannot imagine to fall asleep without this anymore.

Actually, it is something I wish I could do all day. Just hang out in my bed and listen to someone reading out a story to me. Having some coffee and some chocolate… mmmh! I think, your own bed is the best place on this planet. Comfortable and warm and all yours. Alright, on Friday and Saturday nights, I’d pick bars over bed, but other than that… You know what? It is Saturday. I will not go shopping now. No, I go back to bed and listen to someone reading out a story to me!

Mal kurz weg…

November 21, 2008

Meine linke Hand streicht vorsichtig über das Handtuch und berüht den Sand. Erst die Fingerspitzen, dann die ganze Hand. Sie liegt jetzt flach auf dem Sand. Dem feinen, weichen Sand. Man kann fast fühlen, wie er glitzert in der Sonne. Er ist lau warm. Das Rauschen vom Meer… mmmmh… aber nur ganz leise. Ganz sachte. Ich lasse die Augen zu, liege einfach nur da, in der Sonne, und fühle die Wärme. Ich nehme den Sand in die Hand und lasse ihn vorsichtig am kleinen Finger vorbei gleiten, zurück neben das Handtuch, bis nur noch klitze kleine Reste in meiner Handinnenfläche sind. Ich atme tief ein. Und tief aus. Als das letzte bisschen Meerluft aus meiner Lunge ist, öffne ich die Augen. Ich stehe vor mir, sehe mich mit meinen nassen Haaren im Spiegel. Auch vor mir, steht eine Flasche Sonnencreme, mit deren Inhalt ich zuvor meinen Körper eingerieben habe und mein Gesicht. Extra viel unter die Nase und auf die Lippen. Ich freue mich, denn es hat wieder geklappt. Heute hat es in NRW zum Ersten mal geschneit.  Ich mag Schnee nicht und Kälte auch nicht. Garnicht. Darum war ich herzlich unmotiviert heute Abend das Haus zu verlassen. Aber allein der Geruch der Sonnencreme hat mich wieder kurz in den Urlaub geschickt, alte Erinnerungen geweckt und den Energieakku geladen. Und mit Schutzfaktor 25 kann mir jetzt auch nichts mehr passieren!

Die Lage ist ernst

November 20, 2008

„Komm Schätzchen, Foto!“ Noch einmal die Schultüte in die Hand und nochmal lächeln. Aber man macht es gerne, denn ab heute gehört man zu den „Kleinen Großen“, man ist jetzt Mitglied in dem „Ich-gehe-schon-in-die-Schule“-Club, viel besser als Kindergarten. Und meine Tante streichelt mir über die Haare und sagt dann „Ja, Liebes, jetzt fängt der Ernst des Lebens an.“ ‘Yes, Baby, der Ernst des Lebens soll ruhig kommen!’, dachte ich mir wahrscheinlich damals und nahm mir vor, niemals nicht die Hausaufgaben zu machen, ein Vorzeigeschüler zu sein und nie nie nie schlechte Noten zu schreiben. Zusammengefasst wurde daraus nichts. Aber, man schickte mich danach aufs Gymnasium, wo Papa dann nach dem Einschulungsgottesdienst sagte: „Ja, Feli, jetzt hau mal rein. Hier beginnt der Ernst des Lebens.“ Und Ernst kam, genau wie Lars und Peter, und schwups war ich mit der 10. Klasse fertig und stand am Flughafen, ein Jahr Staaten war angesagt. „Da ist dein Gate, oh je, jetzt wirds wirklich ernst.“, sagte mein damaliger Freund. Wieder zurück, ab in die 11. Klasse und zu Anfang der 12. sagte mein Leistungskurslehrer dann noch mal kurz die magischen Worte „Ihr Lieben, seid jetzt bitte still. Ab jetzt sind alle Noten relevant für euren Abiturschnitt. Es wird jetzt ernst. Nicht, dass ihr später sagt, ich hätte euch das nie gesagt.“ Alles klar, die Ansage haben wir ernst genommen. Und dann war es vermutlich der Direktor, in seinem schicken, schwarzen Anzug, der uns noch mal zur Vorabiklausur und zu den Abiklausuren, zur mündlichen Prüfung und zur mündlichen Nachprüfung zu verstehen gab, dass es nun wirklich ernst wurde. Ja, die Lage war ernst. Und ernst war die Lage auch, als ich am 1. Arbeitstag einen -übrigens klitzekleinen (es hätte niemand gemerkt, hätte ich es nicht gesagt)- Kratzer in den Mini Cooper der Chefetage gefahren habe! ‘Tief atmen’, dachte ich, ‘jetzt wirds ernst.’ und musste die Sache beichten.

Und ja, ernst ist die Lage auch jetzt wieder. Meine Abschlussprüfung steht an. Nein, ich spiele es nicht hinunter, ich mache mich da nicht drüber lustig. Ehrlich, ernsthaft nicht. Aber als meine Schulfreundin heute morgen um halb 8 anrief und mich aus dem Komma holte - mein bester Freund hatte gestern Geburtstag und irgendwie wollten Tequila, Grappa, Wein und Bierchen kein Ende nehmen – und durchs Handy rief “Moin Feli, ich bin gleich bei dir, wir müssen lernen. Mensch ist das viel! Wie man schaffen soll?! Hab das Auto voller Bücher, alles dabei.“, wusste ich nur eins: Es wird Zeit, dass die Lage aufhört ernst zu sein.

Woher und wann kommt es denn, das Talent?

November 17, 2008

Gelegentlich habe ich am Wochenende die Kinder. Nein, nicht meine eigenen, ich babysitte nur. Die Kinder bringe ich irgendwann ins Bett, danach schaue ich fern. Zur Zeit werden natürlich auch ein paar Prüfungsaufgaben gemacht. Aber da lief mal wieder „Das Super Talent“: Einer legte einen spitzen Auftritt mit seinem DMX-Rad hin, manche tanzten wie die Weltmeister, andere sangen. So zum Beispiel ein Junge, der „Angel“ von der Kelly Family einstudiert hatte. Den Song kannte ich,  mit 11 Jahren war ich damals auf einem Konzert der Kellys (ach, kommt schon, ihr habt alle eure Leichen im Keller!!!). Einen Ton getroffen habe ich allerdings schon damals nicht. Ein anderer spielte Geige und brachte damit das Publikum zum Rasen. Wieder ein anderer jonlierte Kugeln über seinen Körper und schuf mit dieser völlig außergewöhnlichen Proformance eine fast magische Stimmung. Alle waren auf ihre Art außergewöhntlich und alle waren sie talentiert. Und da fragte ich mich: Feli, was für ein Talent besitzt du? Irgendwas muss es doch da geben… Und so dachte ich mal kurz zurück:

Ich habe als kleines Kind Ballett gemacht, ein Jahr (katastrophal) Gitarre gespielt, ein bisschen Klimper-klimper auf dem Klavier. Außerdem war ich in einem Turnverein, habe 2 mal den Rettungsschwimmerschein Silber gemacht und gewann Platz 1 bei den Abi-Umfragen in Kategorien wie „Optimist“, „most sacastic“, „schlechtester Fahrer“, „Kompetenteste bei völliger Ahnungslosigkeit“ und „Stufenclown“. Die Kategorien „Sprücheklopfer“ und „Entertainer“ belegte ich, da 100% der Stimmen, alleine. Dafür befanden meine Lehrer meine allgemeine Leistung nicht besser als 3,0. Fazit: Außer einem guten Unterhaltungsprogramm, einem Auffahrunfall und ein bisschen Theater spielen mit dem Literaturkurs können wir aus der Oberstufenzeit keine zu großen bemerkenswerten Erfolge verzeichnen. Wobei ich für meine Abi-Ball-Rede auch 2 Jahre später noch Komplimente erhalten habe!
Was sagt denn Wikipedia dazu, woher so eine besondere Begabung, ein Talent, eigentlich kommt? „Begabungen setzen stets auch eine genetische Komponente voraus. Spezifische leistungsfördernde Persönlichkeitsfaktoren, familiäre, schulische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen sind jedoch ebenso unerlässlich (vgl. Heid/ Fink 2004).“ Auch werden anderen Theorien kurz angeschnitten, z. B. die von Musikpädagoge Shinichi Suzuki. Er war als Gegner der Auffassung, dass musikalisches Talent genetisch bedingt sei, bekannt. Diese Meinung begründete er mit der Tatsache, dass Talentforschung nicht an Neugeborenen, sondern an Kleinkindern, die schon musikalische Erziehung genossen haben (oder eben nicht), durchgeführt werde.

Aber dann plötzlich kamen die Turner Hans (73 Jahre alt) und Rüdiger (62 Jahre alt) und gaben mir Hoffnung. Klickt auf den Link! Das Video solltet ihr euch unbedingt ansehen, die paar Sekunden Werbung davor sind es wert! Natürlich haben die beiden das schon etwas länger geübt! Aber vielleicht entdecke ich mein Talent auch erst, wenn ich groß und stark bin – auch wenn ich jetzt schon weiß, dass es vermutlich nichts mit Naturwissenschaften, Sport, Musik, Kunst oder Fremdsprachen zu tun haben wird!

Über (die Namen) XING, Facebook und StudiVZ

November 15, 2008

Viele, viele Leute, die ich kenne, sind bei dem „Business-Network“ XING angemeldet. Und so passiert es auch häufig, dass Leute darüber sprechen: „Rate mal, wen ich bei XING getroffen habe?“ bla bla bla. Nun frage ich mich, warum dieses Portal „XING“ heißt. Warum wurde ein Fantasiename gewählt? Bei StudiVZ (oder SchuelerVZ, ect) ist der Name Programm: Studenten/Schüler treffen sich. Ungefähr JEDER aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist bei diesem Netzwerk, was auch als „StasiVZ“ bekannt ist, angemeldet. „StasiVZ“, weil User sich wie Geisteskranke gegenseitig durchleuchten. „Und der hat bei Studi seiner alten Schulfreundin auf die Pinnwand geschrieben, dass…“ Was genau der Hintergrund der Namensgebung bei “Gesichtsbuch“ (Facebook) ist, ist mir noch nicht bekannt. Wer allerdings meint, dass Facebook das englische StudiVZ sei, liegt, finde ich, falsch. DENN: A: Facebook ist für alle Altersgruppen geschaffen und B: die Profile der User werden nicht so gestalked. (Woran geanu das liegt, weiß ich nicht.) Zu Anfang hatte ich neben meinem Myspace- und meinem Bebo-Account noch Facebook, um mit meinen amerikanischen und britischen Freunden Kontakt zu halten. Deutsche, die mich auf Facebook adden wollten, bekamen eine Absage. Aus dem einfachen Grund, dass wir schon bei Studi befreundet waren und ich darum keinen Grund sah, sie hier noch in meine Friendslist zu packen. Allerdings lockert sich die Sache gerade, da mir Studi so sehr auf die Nerven geht, dass ich mich lieber mit dem neuen Facebook-Layout rumschlage. Zurück zu XING: Das „X“ steht für „Cross“. Daraus folgt: XING steht für „Crossing“. Aha, das macht doch schon wieder Sinn!

Mehr ist manchmal weniger…

November 13, 2008

Da in weniger als 2 Wochen die schriftliche Abschlussprüfung meiner Ausbildung ansteht, habe ich mir Urlaub genommen um den Stoff noch mal intensiv „durchzugehen“. Schon meine Grundschullehrerin schrieb auf das Zeugnis der ersten Klasse: „Leider lässt sich Felicitas sehr leicht vom Unterricht ablenken.“ Auch „Leider“ hat sich da bis heute nicht so viel geändert. Darum fällt mir lernen zu Hause sehr schwer, da man ja mal kurz saugen könnte oder vielleicht ins Internet gehen könnte, ein bisschen bloggen, oder so…?! Darum gehe ich zum Lernen in die Bib der Uni Düsseldorf. Alles ist leise, alles ist still, kein Staubsauger, kein Internet, nichts.

Es gibt diesen Spruch „Ich habe ein Motivationsproblem bis ich ein Zeitproblem habe“ und ich muss sagen, er beschreibt den aktuellen Stand der Dinge ziemlich genau. Der Plan, heute gegen 11 in die Bib zu fahren, wurde von gemeinen Umständen, nämlich dem nicht-einschlafen-können, bis circa 4 Uhr heute früh, ruiniert. Denn so bin ich erst um 11 Uhr aufgestanden. Ja, dann hätte ich wohl um 12 in der Bib sein können. Ging auch nicht. Denn bevor ich gestern nicht einschlafen konnte, war ich in einem laotischen Restaurant essen (<- dazu ein anderes mal mehr). Und das wollte ich gerne heute noch schnell bewerten. Jetzt bin ich damit fertig, da fällt mir ein, dass ich einem Launch-Dinner um 19 Uhr Mitteleuropäischer Zeit im NRW-Forum zugesagt habe und da ich kürzlich (ungefähr die vergangenen 22 Jahre) mehr esse als mich bewege, wollte ich doch vorher noch schnell zum Sport. Heißt: Um 17 Uhr schwimmen gehen, damit ich um 18 Uhr fertig bin, dann noch schnell umziehen und in die Stadt. Fazit: Ich habe 2 1/2 Stunden und es lohnt ich nicht, jetzt erst in die Bib zu fahren. Mit An- und Abfahrt ect. bleibt da kaum Zeit zum Lernen. Außerdem, und das ist wohl das Hauptproblem, ist ja morgen auch noch ein Tag… Abgesehen von einem Termin mit einer Bank und einem Treffen zum Gassi-Gehen, liegt noch nichts an. Vielleicht schaffe ich es ja dann…

Allerdings: Wenn es darum geht, dass Andere etwas von mir wollen oder brauchen, mache ich das am Liebsten sofort. Es soll ja keiner auf mich warten.

 

90 Minuten später: Ich habe es tatsächlich geschafft, mich ins Bett zu setzen und zu lernen. Unternehmensformen und Handelsregisterzeugs. In diesem Moment erfüllt mich ein kleines bisschen Stolz. Aber jetzt Pause: Hunger!

Kurz nach 17.00 Uhr: Offensichtlich kriege ich heute nichts gebacken… Zeit aus den Augen verloren, noch nicht im Schwimmbad… Jetzt husch husch, den Zeitplan etwas enger ziehen und dann passt das auch schon wieder!