Wir werden zu fett. Nicht nur, wie schon immer bekannt, die Amerikaner, nein, auch die Deutschen werden langsam aber sicher dicker und dicker. Laut einem Artikel in der Süddeutscher Zeitung sind wir die dicksten Europäer; 75% unserer erwachsenen Männer sind übergewichtig oder fettleibig und immerhin die Hälfte der erwachsenen Frauen. Light Zigaretten und Cola Light gab es schon immer, aber mit der Fat-Free-Idee kamen schwupsdiwups Produkte wie Light Käse, Light Wurst, Low Fat Milch, kalorienarme Schokolade sowie fettarmer Jogurt und Quark und so weiter in jeden Supermarkt – alles leicht und locker. Es folgten Sprite und Fanta Zero (an dieser Stelle bitte keine Kommentare zu Zielgruppen, ect. Der Gedanke bleibt der gleiche). Und prinzipiell ist das auch kein Problem. Ehrlich gesagt sind die Light Chips in der hellblauen Verpackung von meinem Lieblingsdiscounter auch meine Allerliebsten. Und es gibt bestimmt auch Kost von namhaften Diät- und Ernährungsspezialisten, die gar nicht so schlecht ist, dafür allerdings etwas teurer. Aber letztes Wochenende gab es ein Erlebnis, dass ich an dieser Stelle gerne teilen würde.
„Mocha wie immer?“, fragte mich Basti, der, da der Kaffee in seiner Küche ausgegangen war, zum Starbucks an der Ecke laufen wollte. Ich nickte und freute mich schon riesig auf mein Lieblingskaffeeerlebnis. „Mit low-fat-Milch?“, fragte er noch kurz. „Jaja…“, antwortete ich und schon war er aus der Tür. Low-fat-Milch? Was für ein Quatsch. In einem Kaffee Mocha, der zum Großteil aus Schokolade besteht, möchte ich Low-fat-Milch?! Zu spät…
Basti und der low-fat-Milch-Mokka kamen zurück. Mein Kaffeebecher war nur lauwarm. Nicht gut, aber es war ein Mocha, wenn auch low-fat-Milch-Mocha, und ich freute mich.
„Mit Sahne?“, fragte ich erstaunt nach dem ersten Schluck. Bast nickte. Was sagt man dazu?! Das ist wie ein Big Mac Maxi Menü mit doppeltem Käse, Pommes mit Majo und dazu eine Coca Cola Light – fürs Gewissen!
Ich probierte noch mal. Der Mocha schmeckte irgendwie wässrig und nahhhhh…
Das glückliche kleine Mädchen in meinem Inneren guckte nicht so glücklich wie sonst, wenn das glückliche große Mädchen (mein Äußeres) einen dieser Pappbecher in der Hand hält.
Und ich entschied: NIE NIE NIE wieder werde ich die blöden paar % Fett in der Milch sparen und damit auf Genuss, Geschmack und Lebensqualität verzichten.
Daraus folgt:
Es gibt Momente, da kann man auf Light-Produkte zurückgreifen. Mozzarella übrigens, gehört nicht zu solchen Produkten (er schmeckt nach rein gar nichts!). Und dann gibt es Momente, da hilft alles nichts und man sollte einfach die 100% nicht-fett-frei-Dinge im Leben wählen und den Augenblick damit genießen. Alles in Maßen, versteht sich!
Januar 13, 2009 um 10:55 pm |
[...] Was ich von Light Produkten halte, wissen wir ja nun. Aber irgendwie hat es dieser hellblaue Gefrierbeutel in meine [...]
Juni 11, 2009 um 7:21 pm |
[...] Kein Mocha mehr mit Low-Fat-Milch, kein „walking wine and wasting time“, kein Tabasco Wettrennen. [...]